Die Gesundheitsbranche ist im Umbruch. Alte Regeln werden aufgebrochen und die Digitalisierung erhält ihren Einzug. Doch was genau kann man von der Medizin 4.0 erwarten? Ein Gespräch mit Tiermediziner Andreas Kraft aus Berlin, Mitgestalter der Medizin 4.0 durch seine Arbeit bei dem Unternehmen debevet (around.pet 001 GmbH).

Die Medizin 4.0 hat eine Verwandtschaft zur Industrie 4.0. Der Unterschied liegt darin, dass nicht Maschinen im Mittelpunkt stehen, sondern die personenbezogene Dienstleistung. Der Faktor Mensch spielt somit eine übergeordnete Rolle. Das Ziel der Revolution in der Medizinbranche liegt darin, dass die Flexibilität der Dienstleistungen auf den einzelnen Patienten nicht nur erhöht, sondern auch individualisiert werden soll. Als Prozess ist somit die digitale Verschmelzung von der Leistungserbringung mit der Informationstechnologie der zentrale Punkt für die Medizin 4.0.

Der Weg zur Medizin 4.0

Die Medizin 1.0 startete schon im 19. Jahrhundert mit der Etablierung der modernen Anästhesie, also dem Wunsch gerecht zu werden Schmerzen zu lindern. Bei der Medizin 2.0 erhielt die Medizin eine Technisierung, also den Einzug von medizinischen Geräten, wie Röntgengeräte. Dies geschah Anfang des 20. Jahrhunderts und brachte die Medizin schnell auf ein neues Level. Seit den 1980er Jahren werden Patientendaten schon digital verarbeitet und die Informationstechnologie (IT) zog in die Medizin ein. Die Medizin 4.0 ist nun eine Ausbaustufe, in der Patientendaten noch sinnvoller genutzt werden und erste Verknüpfungen auch für den Patienten entstehen, durch die Nutzung von Apps auf Smartphones beispielsweise.

Die Herausforderung bei Medizin 4.0

Die größte Herausforderung liegt in der Angst vor Veränderungen. Laut Umfragen geben 25 Prozent der Ärzte an, keinen Vorteil von der Digitalisierung in ihrem Beruf zu sehen. Im Zusammenhang steht diese Erkenntnis auch, dass das Durchschnittsalter der Ärzte in Deutschland immer weiter steigt. Andreas Kraft, promovierender Tiermediziner, sieht in der Digitalisierung die Zukunft des Gesundheitswesen: “Schon heute ist man erleichtert, mit den digitalen zusammengetragenen Datenmengen, den Patienten besser helfen zu können. Digitalisierung kann nur Fortschritt bedeuten. Natürlich ist der Aufbau der Infrastruktur mühselig, doch es lohnt sich definitiv.” Damit die Medizin 4.0 weiter an Fahrt aufnimmt, benötigt man berechtigt auch von der Regierung Richtlinien für den Datenschutz, denn der Umgang mit Patientendaten wird durch die Digitalisierung komplexer.

Medizin 4.0 als Chance

Was erwarten Ärzte von der Medizin 4.0?
Statistische Erfassung: Ausländische Ärzte in Deutschland / Bundesärztekammer

“Die Medizin 4.0 kann man nur als Chance sehen. Sei es bei der schnellen und aufschlussreichen Abarbeitung von Patienten oder dem entgegenwirken des Ärztemangels in Deutschland”, beteuert Andreas Kraft, Tiermediziner und Projektleiter bei debevet. Die Bosch Stiftung hat im Jahre 2021 eine Studie zum Ärztemangel herausgegeben und ausgerechnet, dass bis 2035 bis zu 11.000 Hausärzte allein in Deutschland fehlen werden. “Dieser Trend ist natürlich erschreckend und da kommt das Zeitalter der Digitalisierung, um Arbeits Power zu bündeln, sehr gelegen”, erzählt Andreas Kraft. Ein weiterer Trend ist die Zuwanderung von ausländischen Ärzten in Deutschland. In der statistischen Erfassung der Bundesärztekammer lässt sich ganz gut ablesen, wie die Zahl der ausländischen Ärzte in Deutschland gestiegen ist. So waren es im Jahre 1993 knapp über 10.000 Ärzte mit ausländischen Wurzeln, bis 2015 stieg diese Zahl auf fast 38.000 Ärzte an und im Jahre 2021 sprechen wir schon von über 57.000 Ärzten. “Deutschland kann sich im Vergleich noch glücklich schätzen, dass so viele Ärzte hier arbeiten wollen und es auch dürfen. Ansonsten hätten wir ein noch größeres Problem. In besonderen hilft die Digitalisierung beim Abbau und Verständnis von Sprachbarrieren, mit der Medizin 4.0  wird die Produktivität für die komplette Branche gesteigert werden,” ist Andreas Kraft überzeugt.

Wir danken Andreas Kraft von debevet, die sich den Herausforderungen für einen reibungslosen Ablauf in Praxen stellen – willkommen in der Zukunft Medizin 4.0.

V.i.S.d.P.:

Maximilian Bausch
Unternehmensberater & Blogger

Über den Autor:

Maximilian fährt auf die Automatisierung als Tool der Vereinfachung der Arbeit ab. Die Weiterentwicklung ist seine Passion. Ohne Automatisierung läuft nichts mehr, weder Industrie, Handwerk noch die Dienstleistung. Die Generationen X, Y und Z sind komplett digitalisiert und Zukunft gestaltet sich neu – Grenzen verschwinden. Maximilian zählt sich zu den jungen Native Digitals mit der Idee die Automatisierung übergreifend einzusetzen. In seinem Blog bausch-enterprise.de befasst er sich mit künstlichen Intelligenz und Digitalisierung. Er baut auf die Zukunftswerkstatt, um mit Vorurteilen und Ängsten vor Automatisierung abzubauen. Damit den Weg für Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Unternehmen positiv zu begleiten, indem Kommunikation und Diskussion aufgegriffen werden. Du erreichst uns unter abowi.com.

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